Technische Beweissicherung

Unfallanalyse

Wir analysieren Verkehrsunfälle, bei dem Infolge des Fahrverkehrs auf öffentlichen Wegen und Plätzen Fahrzeuge oder Personen beschädigt bzw. verletzt wurden. Verkehrsunfälle lassen sich nach ihrem Ablauf und nach Art der Kollisionsgegner grob in Kategorien einteilen, wobei natürlich jeder Verkehrsunfall differenziert verläuft und sich nicht standardisieren lässt. Jedoch sind innerhalb der folgenden Kategorien hinsichtlich der Fahrbahnbezogenen Spurenlagen wiederkehrende Merkmale erkennbar, bei deren Kenntnis und Deutung der damit verbundenen Fragestellungen neuste technische und wissenschaftliche Lösungsansätze erarbeitet werden.

Wahrnehmbarkeit von Kleinkollisionen

Besonders bei Kleinkollisionen (z. B. Parkplatzremplern oder leichten Streifschäden) steht der Geschädigte oft vor der Aufgabe, den Schädiger seines Fahrzeuges zu verifizieren. Anschließend stellt sich in den häufigsten Fällen die Frage „hat der Schädiger den Anstoß denn bemerkt" oder hat dieser vorsätzlich den Schadenort verlassen. Diese Frage ist zum einen für die strafrechtliche Bewertung (§142 StVO, Führerscheinentzug, Strafe,...) von Bedeutung. Zur Fragestellung der Wahrnehmbarkeit von Kleinkollisionen an Kraftfahrzeugen führen wir Aktuell eine Studie mit Serienversuche unter Verwendung moderner Fahrzeuge durch. Zur Klärung des Hauptproblems werden in den verwendeten Fahrzeugen hochwertige sensible Messtechnik verbaut.

Seitenkollisionen / Querkollision

Zwei Fahrzeuge mit sich in großer Spanne bewegenden Eigengeschwindigkeiten kollidieren z. B. im Kreuzungsbereich, wobei sich der Winkel zwischen den Fahrzeuglängsachsen und vor allem zwischen den ursprünglichen Bewegungsrichtungen ihrer Fahrzeugschwerpunkte in einem Bereich von 220 Grad bis 160 Grad bewegen kann. Durch die Kollision ergeben sich zwangsläufig teilweise nicht unerhebliche kollisionsbedingte Richtungsänderungen der Fahrzeuge bzw. der Fahrzeugbewegungen. Es sind nicht selten in der Auslaufbewegung Kollisionen mit Ortsfesten Einrichtungen zu erkennen.

Auffahrunfall / Heckkollision

Beim Auffahrunfall prallt ein Fahrzeug mit einer Differenzgeschwindigkeit auf das Heck eines anderen Fahrzeuges. Die Fahrzeuglängsachsen bzw. die Schwerpunktbewegungsbahnen liegen hierbei in dem meisten Fällen in einem Winkel von näherungsweise 0 Grad. Das gestoßene Fahrzeug wird in einem gewissen Bereich vorwärts beschleunigt, so dass die Abstände zwischen den Fahrzeugendständen weit auseinander liegen können. Zu gewichtigen Richtungsänderungen kommt nur wenn ein Rad in der Karosserie eingeklemmt wird und sich nicht mehr frei drehen kann. Das auffahrende Fahrzeug zeichnet je nach Reaktionsvermögen des Fahrzeugführers häufig Brems- und Blockierspuren. Durch den kollisionsbedingten Impuls können Unstetigkeiten in diesen Spuren entstehen. Ebenfalls ist es möglich, dass bei entsprechend heftigem Aufprall einzelne Fahrzeugbereiche des Unterbodens mit der Fahrbahnoberfläche in Kontakt kommen, was zu Spurzeichnungen von Schlag- oder Kratzspuren führt.

Spezialthema HWS

Weltweit verzeichnen die Versicherungen und auch die Gerichte eine starke Zunahme an Streitfällen zu Weichteilverletzungen im Bereich der Wirbelsäule/Brustwirbelsäule/Lendenwirbelsäule. Diese Weichteilverletzungen zeichnen sich dadurch aus, dass es eindeutige medizinische Befunde wie (z. B. Fraktur, Ruptur) nicht gibt. Meist heißt die umstrittene Diagnose: Schleudertrauma, Distorsion der HWS. Der Sicherheitsstandard der Kraftfahrzeuge wird immer besser, die Automobilindustrie arbeitet ständig an der Optimierung des Insassenschutzes. Die Fahrzeugsicherheit, ausgedrückt in Sternen (Euro-NCAP), ist heute ein wesentliches Verkaufsargument. Gleichwohl nehmen behauptete HWS-Verletzungen bei sogenannten Bagatellkollisionen signifikant zu.


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